Namibia – Wüstenschönheit mit Wildtierreichtum

Rote Sanddünen vor strahlend blauem Himmel, dazwischen verknöcherte, 500 bis 900 Jahre alte Kameldornbäume: Dies ist das wohl berühmteste Bild Namibias – und eine der Hauptattraktionen des Landes, dessen Name sich von der Wüste Namib ableitet. Die Namib erstreckt sich über rund 2000 Kilometer von Nord nach Süd und reicht von der Atlantikküste bis zu 160 Kilometer in das Land hinein. Als „Namib-Sandmeer“ ist die mit rund 80 Millionen Jahren älteste Wüste der Welt von der UNESCO als Weltnaturerbe eingestuft. Weltkulturerbe sind die bis zu 6000 Jahre alten Felszeichnungen von Twyfelfontein, einem Tal in den Bergen von Damara. Zwischen den Wüsten Namib und Kalahari im Osten erhebt sich das Binnenhochland rund um Windhoek, im Norden Namibias liegt der bekannte Ethosha-Nationalpark und im Nordosten erstreckt sich ein Zipfel des Landes, der Caprivi-Streifen, bis ins Okavango-Delta: Namibia ist außergewöhnlich schön, reich an Superlativen und als eines der wildreichsten Länder Afrikas ein ideales Reiseland für Safaris.

Das Erbe deutscher Kolonialzeit in Namibia

Von 1884 bis 1915 war Namibia deutsche Kolonie namens Deutsch-Südwestafrika. Das ist bis heute unverkennbar: Bier wird in Namibia nach dem Reinheitsgebot gebraut, in Windhoek werden Karneval und Oktoberfest gefeiert, viele Straßennamen tragen deutsche Namen, es gibt Landjäger-Würstchen und Schwarzwälder Kirschtorte – und mit der „Allgemeinen Zeitung“ erscheint hier die einzige deutschsprachige Tageszeitung außerhalb Europas. Die Hauptstadt Windhoek, was übersetzt so viel wie „windige Ecke“ bedeutet, wurde während der deutschen Kolonialzeit gegründet. Zu den Sehenswürdigkeiten zählen der Tintenpalast, Namibias Parlamentsgebäude, die evangelisch-lutherische Christuskirche aus dem Jahr 1896, das Reiterdenkmal von 1912 und die „Alte Feste“, Hauptquartier der deutschen Schutztruppe und heutiges namibisches Nationalmuseum.

Zahlreiche weitere Städte sind deutsch geprägt. Besonders sehenswert sind Swakopmund, ein quirliges Städtchen am Ozean, wo man die spektakulären Sonnenuntergänge am besten in einer der zahlreichen Sundowner-Bars direkt am Strand genießt. Oder die alte deutsche Küstenstadt Lüderitz mit Häusern im wilhelminischen und Jugendstilstil. Die Lüderitzbucht war Ausgangspunkt deutscher Kolonialisierung. Nachrichten von sagenhaften Diamantenfunden lösten damals eine wahre Goldgräberstimmung im kaiserlichen Deutschen Reich aus. Es heißt, man habe Diamanten im Sand des Strandes und in Wüstendünen einfach so auflesen können.

Skelettküste – die legendäre Atlantikküste

Nördlich von Swakopmund erstreckt sich die Skelettküste, der größte Schiffsfriedhof der Welt. Im Nebel strandeten hier hunderte von Schiffen, die aufgrund des trockenes Klimas gut erhalten bleiben. Als einer der bedeutendsten Funde gilt die 2008 entdeckte portugiesische Karacke „Bom Jesus“, die beladen mit Elefantenstoßzähnen, Bronzebarren, Navigationsinstrumenten und Goldmünzen im Jahr 1533 vor der Küste versank. Portugiesische Seeleute nannten die Skelettküste auch das „Tor der Hölle“, Buschmänner bezeichneten sie als „das Land, das Gott im Zorn erschuf“. Für einen entspannten Badeurlaub eignet sich die Küste wahrlich nicht. Sie ist höchstens etwas für ambitionierte Profi-Surfer wie den Hawaiianer Koa Smith, der Ende Juli 2018 hier die perfekte Welle fand und mit seinem Wellenritt über 1,5 Kilometer Surfer-Geschichte schrieb. Das Eingangstor zur Skeleton Coast Park mit seinen Totenköpfen kann man übrigens nicht verpassen. Der Aufenthalt im Naturschutzgebiet mit einer der größten Robbenkolonien bei Cape Cross ist aber reglementiert.

Namibia – eines der wildreichsten Länder Afrikas

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So viele spannende Ecken Namibia zu bieten hat, ohne einen Aufenthalt in der Wüste und Wildtierbeobachtungen auf Safari hat man das Beste des Landes verpasst. Das Sossusvlei und das Dead Vlei mit ihren roten Sanddünen gehören zu den landschaftlichen Highlights Namibias. Am südöstlichen Rand des Dead Vlei befindet sich der „Big Daddy“ bzw. die „Crazy Dune“, mit gut 350 Metern eine der höchsten Sanddünen der Welt. Rot ist die Sandwüste übrigens, weil die Körner von einer dünnen Eisenoxidschicht umhüllt sind. Wer einen Magneten in der Tasche hat, kann die Probe aufs Exempel machen. Und eine Nacht im Wüsten-Camp mit Blick auf einen unbeschreiblichen Sternenhimmel, den Autoren schon als „galaktische Offenbarung“ bezeichnet haben, ist eine unbezahlbare, unvergessliche Erinnerung.

Der Ethosha-Nationalpark ist nicht nur das zweitgrößte Naturschutzgebiet Afrikas, sondern auch eines der schönsten. Nahezu unberührt bietet der Ethosha-Nationalpark Urlaubern vor allem im afrikanischen Winter von Mai bis Oktober beste Chancen, die sogenannten „Big Five“ in freier Wildbahn zu beobachten. Wer neben Elefanten und Löwen auch Flusspferde hautnah erleben möchte, bereist den Caprivi-Streifen am Okavango-Delta, der heute Sambesi-Region heißt. Es ist Namibias tropisches Paradies. Im Okanjati Wildreservat sind unter anderem auch seltene Spezies wie Geparden und schwarze Nashörner zuhause.

Namibia hat unendlich viel mehr noch zu bieten. Im äußersten Süden, südlich von Keetmanshoop, befindet sich mit dem Fish River Canyon Afrikas tiefste Schlucht und der zweitgrößte Canyon der Welt. Nordöstlich von Keetmanshoop steht ein Köcherbaumwald, der ein nationales Denkmal ist. In der nordwestlichen Region Kunene wiederum findet sich ein versteinerter Wald mit fossilen, bis zu 300 Millionen Jahre alten Baumstämmen. Noch älter ist die Mondlandschaft im Swakoptal. Das nahezu vegetationslose Gebiet vermittelt dem Besucher das Gefühl, er wandele auf einem fremden Planeten. Eine Reise allein wird nicht reichen, um all den Reichtum Namibias zu entdecken.

„Du kannst Namibia verlassen, aber Namibia verlässt dich nie“, lautet ein Sprichwort der Herero. Andreas Wolf, Inhaber von wolfreisen, würde dies jederzeit vollster Überzeugung bestätigen. Er hat sein Herz an das südliche Afrika verloren und es schon viele Male bereist. Umso besser für interessierte Urlauber: Sie werden kaum einen versierteren Reiseexperten finden.

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